Regenbogenbrücke

Herbede, Lichtprojekt von Thomas Haagen
Die Idee ist schon alt: Die Zufahrtsstraße nach Herbede soll Bürgern und Gästen an den Eingängen ein Willkommen signalisieren. Die humorvolle Vorstellung von der “Omega-Brücke” am östlichen Eingang galt, entsprechend angestrichen, einem Golden Gate. Die Omega-Brücke überquert Bahngleise und führt die Wittener Straße weiter über eine ca. 600 m lange flache, nach dem Krieg erbaute Brücke über die Ruhr.
Diese Idee wurde aus verschiedenen Gründen nicht realisiert. Statt dessen entwickelte der Bürgerkreis Anfang 2000 Pläne für “Eingangstore” nach Herbede. Dazu gehörten die Beleuchtung der Brücke und eine Begrünung des westlichen Eingangs. Auch diese Ideen konnten bis heute nicht realisiert werden.
Auf Initiative des Bürgerkreises wird aber jetzt, nach 16 Jahren, eine Idee von Thomas Haagen wieder aktuell. Die 600 m lange Straße über die Ruhr soll zusammen mit einer Spezialfirma in einen leuchtend bunten, kräftigen Regenbogen auf der südwestlichen Seite (Richtung Kemnader See und Ruhr-Universität Bochum), und in einen gleichfarbigen Farbverlauf von hellblau bis dunkelblau auf der nordöstlichen Seite (Richtung Lakebrücke) eingefärbt werden. Mit der Genehmigung des Landesstraßenbauamtes in Hagen (jetzt Strassen.NRW) und zusammen mit Lichtpaten, die die Kosten der Gestaltung tragen, kann das Lichtprojekt im Oktober 2009 realisiert werden. Jede Leuchte kostet 250,- Euro. Leider reichen die finanziellen Mittel nicht, um die Omega-Brücke in die Beleuchtung einzubeziehen.
Die Stadt Witten, der Bürgerkreis Herbede und der Verein Akzente e.V. Witten kümmern sich um die Organisation.
Damit das Tor nach Herbede nicht dunkel bleibt, bittet der Bürgerkreis die Herbeder Bürger um weitere Spenden.
8 Kommentare zu “Regenbogenbrücke”
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By FamTom, 8. Dezember 2009 @ 20:55
Wir haben etwas anderes erwartet. So sieht es billig aus. Bevor die Brücke beleuchtet wird, sollte man sie erstmal mit frischer Farbe anstreichen!
By Detlef Mücher, 8. Dezember 2009 @ 19:21
Am Sonntag (06.12.09) wurde die neue Regenbogenbeleuchtung der Herbeder Brücke eingeweiht. Auch unsere Eigentümergemeinschaft „Am Herbeder Sportplatz“ hat sich beteiligt und eine Leuchte gesponsert, da sich die Idee vielversprechend anhörte.
Das Ergebnis ist allerdings traurig, erschreckend oder beschämend, je nach Standpunkt. Der erwartete Effekt, dass von der Seite der Autobahnbrücke die neue Beleuchtung einen regenbogenfarbigen Verlauf zeigt, ist nicht zu erkennen. Selbst bei wohlwollender Betrachtung erkennt man kaum, dass die Beleuchtung anders als vorher ist. Von der Seite der Lakebrücke ist mit gutem Willen der Blaustich der Beleuchtung zu sehen, aber auch hier nicht ausgeprägt genug.
Generell sehe ich das Projekt bisher als Fehlschlag an. Es kann nicht sein, dass Unbeteiligte erst gar nichts bemerken und man Interessierten erst lange erläutern muss, was eigentlich zu sehen sein sollte. Das Ergebnis entspricht in keinster Weise der als Grundlage dienenden Fotoanimation.
Da ich die Idee aber nach wie vor für gut halte und man die spendenwilligen Bürger nicht enttäuschen sollte, bitte ich Sie, dafür zu sorgen, dass hier nachgebessert wird. Aus meiner Sicht sind die seitlichen farbigen Streifen in den Leuchten zu niedrig, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Dies hätte auch der Hersteller Trilux wissen müssen. Ist denn keine Bemusterung durchgeführt worden? Ich gehe davon aus, dass auch wenn an den Seiten eine deutlich größere Fläche, wenn nicht die komplette Fläche, farbig wäre, dies eine ausreichende Ausleuchtung der Strasse zulässt.
Ich hoffe, dass hier eine für den Bürger kostenneutrale Korrektur erfolgt.
Bitte informieren Sie mich über den weiteren Verlauf, damit ich dies im ebenfalls enttäuschten Bekanntenkreis weitergeben kann.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef Mücher
By Prometheus, 8. Dezember 2009 @ 21:13
Sehr geehrter Herr Mücher,
Glückwunsch zu dem Widerspruch! Endlich ein Mitstreiter, der sich nicht alles gefallen lässt. Warum gibt sich der Bürgerkreis für eine derart billige Publicity für die Bürgermeisterin und den ehemaligen Stadtdirektor her? Habe mir das Ganze von allen Seiten angeguckt. Mangelhaft ist noch geschmeichelt. Wenn die Stadt nicht den Eindruck erwecken will auf Kosten privater Spenden die Brückenbeleuchtung saniert zu haben, muss die Stadt bei der Nachbesserung mächtig Gas geben.
By TH, 29. November 2009 @ 02:53
Vielen Dank für Nachfrage Herr Jakob!
Obwohl das farbige Lichtdesign nicht extra “eingeschaltet” werden braucht, wird die Bürgermeisterin Sonja Leidemann am Sonntag, den 6. Dezember 2009 um ca. 16:22 Uhr “symbolisch” den Knopf zum neuen Leuchten drücken.
Der Austausch der alten Lichtwannen gegen die 48 neuen farbigen erfolgt voraussichtlich im Laufe des 2. bzw. 3. Dezember 2009 tagsüber. Bereits unmittelbar danach in den Abend- bzw. Nachtstunden ist der neue Lichteffekt von Autobahn, Zubringer, Universität und Lakebrücke sowie allen seitlichen Standorten der Herbeder Straße erkennbar.
Wenn ich sie unverständlich informiert habe. lassen sie es mich bitte wissen, zögern sie nicht, nochmal nachzufragen. Vielen Dank!
Ihr Thomas Haagen
By Werner Jacob, 14. November 2009 @ 13:29
Wann genau wird die Beleuchtung erstmals eingeschaltet?
By Thomas Haagen, 28. November 2009 @ 20:20
Vielen Dank für ihre Nachfrage Herr Jakob!
Obwohl der neue Lichteffekt eigentlich nicht extra “eingeschaltet” werden braucht, wird die Bürgermeisterin Sonja Leidemann am Sonntag, den 6. Dezember 2009 ca. um 16:22 Uhr “symbolisch” den Knopf drücken und die neue Straßenbeleuchtung entzünden.
Der Austausch der 48 alten Lichtwannen gegen die neu hergestellten farbigen Abdeckungen erfolgt voraussichtlich im Laufe des 2. bzw. 3. Dezember 2009 tagsüber. Bereits unmittelbar danach ist der neue Lichteffekt in den Abend- bzw. Nachtstunden von Autobahn, Zubringer, Universität und Lakebrücke sowie allen seitlichen Standorten der Herbeder Straße aus erkennbar.
Hoffe, sie verständlich informiert zu haben. Ansonsten zögern sie bitte nicht, weiterzufragen!
Ihr Thomas Haagen
By Thomas Haagen, 21. Oktober 2009 @ 02:10
Liebe Herbeder,
liebe Besucher,
als Lichtkünstler des bereits 1993 vorgestellten Projektes “Regenbogenboulevard” für Herbede sowie als Erfinder der “Omega-Brücke” (Brücke mit vielen Namen) möchte ich gerne alle Bürgerinnen und Bürger, die die Technik bei der Umsetzung der Idee nicht kennen, hier eingehender informieren:
Der Farbeffekt des “Regenbogenboulevards” wird aus den wie oben beschriebenen und aus Gesetzestexten kopierten Gründen leider nicht auf der Herberder Straße selbst von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern zu sehen sein. Lediglich von den Seiten betrachtet (also z.B. von der A43 und von der RUB aus), wird der farbige Effekt und der gesamte Farbverlauf zu erkennen sein.
Detaillierte Infos finden sie über diese Links:
Webseite “Regenbogenboulevard”:
http://www.haagen.de/Aktuelle_Projekte/Regenbogenboulevard_Witten-Herbede.html
Konzept “double YOU!” für Witten-Herbede:
http://www.haagen.de/Aktuelle_Projekte/Konzept%20double%20YOU.pdf
Für weitergehende Fragen zu diesem Projekt stehe ich gerne auch persönlich zur Verfügung, spätestens aber am 6. Dezember 2009 zur offiziellen Übergabe an die Bürgerinnen und Bürger von Witten-Herbede.
Ich bin zuversichtlich, dass diese Landart-Lichtinstallation nicht nur eine visuelle Bereicherung speziell für den Ort Kemnader See darstellen wird, sondern auch die innovative Art der Gestaltung durch Nutzung vorhandener Straßenbeleuchtungen für positive Gespräche sorgen wird.
Sicher erzeugen ungewöhnliche Aktionen immer auch kritische Stimmen – und das ist auch gut so – zeigen sie doch das Interesse daran. Trotzdem können die Herbeder Bürgerinnen und Bürger in diesem Fall stolz sein auf ihre Geschäftsleute und die vielen privaten “Lichtpaten”, die dieses Projekt mit ihrem Geldbeitrag zu einem völlig privat finanzierten Kunstprojekt gemacht haben. Dank sei auch gesagt an die Stadt Witten, die durch gutes Management und tatkräftige Unterstützung die Kosten für die Installation durch den Einsatz von städtischem Personal deutlich reduzieren konnte.
Zuletzt möchte ich noch auf das Kulturhauptstadtjahr 2010 hinweisen, auf das ich als Ruhrbürger schon im Vorfeld stolz bin. Fördert es doch die positive internationale Sicht auf unsere wunderbar grüne Ruhr Metropole – ein ganzes Jahr lang!
Danke für alles sagt herzlicht
Thomas Haagen
By Prometheus, 4. Oktober 2009 @ 11:26
zum Thema,
die STVO schreibt eine Straßenbeleuchtungsstärke vor. Um eine Irritation der Verkehrsteilnehmer zu verhindern, sind die Beleuchtungen blendfrei auszubilden und einheitliche Farben zu verwenden. Durch falsch angeordnete Beleuchtungseinrichtungen können so genannte Tarnzonen im Straßenraum entstehen. Dabei handelt es sich um Bereiche, in der der Helligkeitskontrast zwischen einem Objekt (Fußgänger, parkendes Fahrzeug) und der Fahrbahn subjektiv nicht wahrnehmbar ist. Durch den Einsatz von Spiegelleuchten kann eine gewünschte Lichstärkenverteilung erzielt werden (Leuchtenabschirmung).
Von daher ist das Projekt rausgeschmissenes Geld und undurchdacht. Eine bunte Leuchtstoffröhre kostet mit Starter ca. 4,- Euro. Das schöne Photo entspricht leider nicht der Realität. Dies kann man nachprüfen, wenn man die Datenblätter der Leuchtenhersteller studiert. Es stellt sich auch die Frage der Sicherheit und der Haftung. In Deutschland ist die Norm für die Auslegung der Beleuchtung im öffentlichen Verkehrsraum die DIN 5044-1, die seit 1981 gilt und sich für die Straßenbeleuchtung als Stand der Technik etabliert hat. Dieser Hinweis ist für die Überflieger der Stadt. Die, hätten sie ihre aufgaben gemacht, diesen Unsinn erst gar nicht hätten aufkommen lassen. Es würde mehr Sinn machen, die Omega-Brücke zu beleuchten und zwar auf den Bögen. Das wäre nicht nur billiger, sondern man könnte dies auch nachhaltig gestalten (mit LED-Leuchtmittel und Solarsammler). Zudem das wirklich Kunst wäre. Bei der Betrachtung der Fürsprecher für die Straßenbeleuchtungsvariate sollte man über deren wirkliche Motivation nachdenken. Ich nehme an, dass sich für die Omegabrückebeleuchtung keiner begeistern lässt, weil ein solche Projekt zu viel Eigeninitiative verlangt und weil es sich nicht von der Propagandamaschine unserer Bürgermeisterin verwenden lässt.
Der Blick auf die kleinen Vorteile macht große Leistungen unmöglich.
“Der Edle kommt mit allen in seiner Umgebung gut aus – der gemeine Mensch neigt dagegen zu Kumpanei und Vetternwirtschaft. Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Gemeine strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie” ( Konfuzius ).